Colmar – Allez, allez, allez!
Am ersten Juni war es soweit: 40 Schülerinnen und Schüler der GSS, von Klasse 6-10, die alle im letzten Jahr Französisch gelernt hatten, durften auf ihren Jahresausflug nach Colmar. Ein Jahr lang hatten sie alle fleißig gelernt, Vokabeln, Grammatik und Landeskunde. Und nun durften sie in unser Nachbarland fahren und das Erlernte ausprobieren.
Los ging es schon während der Busfahrt, als der Busfahrer kurz vor der Grenze erklärte, dass der breite Fluss, den wir gleich überqueren, der Rhein und gleichzeitig die Grenze ist. Und holte sogar aus zu einem kleinen Abriss über die Deutsch-Französische Geschichte, insbesondere im Elsass. Das war spannend und lehrreich, aber noch toller war es, als wir dann wirklich in Colmar waren. Die Besonderheiten des Elsass, die schönen Fachwerkhäuser, waren gleich zu bewundern. Und natürlich all die Geschäfte, deren Bezeichnung im Unterricht lange gepaukt wurden, wurden besucht. Hier konnte man das Gelernte anwenden. „ Bonjour, je voudrais un pain au chocolat!“ Und dann der freudige Ausruf: „Sie hat mich verstanden!“ Die SchülerInnen waren sehr stolz, die kleinen Dialoge nun real anwenden zu dürfen.

Nach einer kleinen Stadtführung, in der auch die typischen Ladenschilder alter Geschäfte und Handwerksberufe bewundert wurden, landete die Gruppe am kleinen Flüsschen „Die Lauch“. Klein aber fein, nennt sich dieses Viertel „Petite Venise“ und deutet damit an, ähnlich prachtvolle Kähne und Kanäle wie Venedig zu haben. Ein wenig kleiner ist es in Colmar doch, aber ebenso schön! In Gruppen à zehn Schüler durften sie während einer Kahnfahrt das Flüsschen, die Geschichten des Kahnführers dazu und die schönen Häuser und Balkone am Ufer bewundern. Der Kahnführer erzählte in einem sehr sympathischen elsässischen Kauderwelsch die Geschichte des Flüsschens Lauch, wobei er mit Gestik und Dramatik nicht sparte. „S’il vous plaît! Noch einmal! Encore une fois!“ riefen dann die SchülerInnen begeistert. Ein Highlight dieses Tages, wo es zusätzlich an die 35 Grad heiß war. Was konnte einem da Besseres passieren, als über Wasser geschippert zu werden! Zurück ging es an „Les Halles“ vorbei, die typischen französischen Markthallen, wo dann viele kleine Souvenirs oder gar typisch französischen Käse für Zuhause einkauften.

Insgesamt war es eine sehr beeindruckende Tagesreise gewesen und für viele SchülerInnen eine neue Motivation, weiter die Sprache des Nachbarn zu lernen! Ein großer Dank geht an den Förderverein der GSS, der die Kahnfahrt mit einer großzügigen Spende unterstützte und so den SchülerInnen ein bleibendes Erlebnis ermöglichte!
Text und Fotos: F. Reif